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    Berufsunfähigkeit oder Erwerbsunfähigkeit? Das müssen Sie wissen

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    Berufsunfähigkeit vs. Erwerbsunfähigkeit: Die Unterschiede

    Das Wichtigste in 30 Sekunden

    Berufsunfähigkeit (BU) und Erwerbsunfähigkeit (EU) sind zwei unterschiedliche Begriffe, die oft verwechselt werden. Bei der BU können Sie Ihren zuletzt ausgeübten Beruf aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen nicht mehr ausüben, während die EU bedeutet, dass Sie generell keine Erwerbstätigkeit mehr ausüben können. Die BU-Versicherung ist speziell für Menschen gedacht, die schnell in ihren Beruf zurückkehren möchten. Im Gegensatz dazu sichert die EU-Versicherung Ihr Einkommen, wenn Sie in keinem Beruf mehr arbeiten können. Eine gezielte Absicherung ist für beide Fälle wichtig.

    Berufsunfähigkeit vs. Erwerbsunfähigkeit: Verstehen und Absichern

    Die Themen Berufsunfähigkeit (BU) und Erwerbsunfähigkeit (EU) sind komplex und für viele von entscheidender Bedeutung. Es sind Begriffe, die oft eng miteinander verwechselt werden, doch sie bieten sehr unterschiedliche Formen des Schutzes. Lassen Sie uns gemeinsam in die Welt der Absicherungen eintauchen und verstehen, welche Versicherung wann wichtig für Sie sein kann.

    Was ist Berufsunfähigkeit?

    Berufsunfähigkeit beschreibt die Situation, in der Sie Ihren zuletzt ausgeübten Beruf aufgrund von gesundheitlichen Einschränkungen nicht mehr ausüben können. Dabei ist nicht entscheidend, ob Sie noch in der Lage sind, eine andere Tätigkeit auszuführen. Diese Definition macht die Berufsunfähigkeitsversicherung zur optimalen Absicherung für Personen, die so schnell wie möglich in ihre gewohnte berufliche Rolle zurückkehren möchten, sollte unverhofft ein gesundheitliches Handicap eintreten.

    Praktisches Beispiel: Der Schreiner

    Stellen Sie sich einen Schreinermeister vor, der aufgrund einer schweren Handverletzung seine Arbeit nicht mehr ausführen kann. Er kann möglicherweise in einem anderen Berufsfeld tätig sein, aber seine Leidenschaft und seine erlernten Fertigkeiten liegen in der Schreinerei. Für ihn ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Schreiner wichtig, um finanziell abgesichert zu sein, wenn er in seinem ursprünglichen Beruf nicht mehr tätig sein kann.

    Was ist Erwerbsunfähigkeit?

    Erwerbsunfähigkeit betrifft Ihr generelles Vermögen, irgendeine Erwerbstätigkeit auszuüben. Diese Art der Absicherung ist weniger spezifisch und zielt darauf ab, eine Einkommensquelle zu sichern, wenn Sie gar nicht mehr in der Lage sind, irgendeine Erwerbstätigkeit auszuführen. Ein erwerbsunfähige Person kann also in keinem Beruf auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt mehr tätig sein.

    Praktisches Beispiel: Der Journalist

    Ein erfahrener Journalist könnte aufgrund eines schweren Verkehrsunfalls schwerbehindert werden. Wenn er nicht mehr in der Lage ist, irgendeine Arbeit zu leisten, hilft ihm eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung, da sie auch in extremen Fällen der Arbeitsunfähigkeit greift. Oft wird eine solche Versicherung mit staatlichen Leistungen kombiniert, um einen minimalen Lebensstandard sicherzustellen. Viele Journalisten bevorzugen aber eine gezielte Berufsunfähigkeitsabsicherung, um spezifische berufliche Risiken abzudecken.

    Unterschiede und Schnittstellen

    Spezifität der Absicherung

    • Berufsunfähigkeit: Spezifisch auf Ihren zuletzt ausgeübten Beruf bezogen, bietet sie bei Verhinderung das optmimale Sicherheitsnetz.
    • Erwerbsunfähigkeit: Breiter auf allgemeine Arbeitsunfähigkeit ausgerichtet, ohne spezifische Berufsanbindung.

    Leistungsfall und Anspruchsvoraussetzungen

    Eine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt, wenn Sie nachweislich nicht mehr in der Lage sind, Ihre zuletzt ausgeführte berufliche Tätigkeit auszuüben. Sie müssen in den meisten Fällen nicht beweisen, dass Sie keinerlei Arbeit mehr ausführen können. Demgegenüber steht die Erwerbsunfähigkeitsversicherung, die einen umfassenderen Nachweis über Ihre generelle Arbeitsunfähigkeit erfordert. Dies kann eine strengere Beurteilung zur Folge haben.

    Welche Absicherung ist für Sie die richtige?

    Wenn Ihr Fokus darauf liegt, dass Sie eine Absicherung in Ihrem speziellen beruflichen Umfeld suchen, ist die Berufsunfähigkeitsversicherung die naheliegendere Wahl. Jedoch kann es für Personen, die aus gesundheitlichen Gründen gar keine Arbeit mehr ausüben können, sinnvoll sein, eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung in Betracht zu ziehen. Besonders in kreativen Berufen, wie bei Grafikdesignern oder Musikern, variiert die Wahl des geeigneten Schutzes stark von den individuellen Bedürfnissen ab.

    Wann sollten Sie handeln?

    • Sie sind auf Ihr aktuelles Einkommen zwingend angewiesen, um laufende Fixkosten wie Miete oder Immobilienkredite zu decken.
    • Sie besitzen bereits eine Absicherung, wissen aber nicht genau, ob diese Ihren konkreten Beruf oder nur die allgemeine Erwerbsfähigkeit schützt.
    • Sie haben kürzlich den Arbeitgeber gewechselt, eine Beförderung erhalten oder Ihr Gehalt deutlich gesteigert.
    • Sie üben einen spezialisierten Beruf aus, den Sie bei einer körperlichen oder mentalen Einschränkung sofort aufgeben müssten.
    • Sie haben in letzter Zeit eine Familie gegründet oder eine Immobilie erworben und tragen nun eine deutlich höhere finanzielle Verantwortung.

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    Die Bedeutung einer persönlichen Beratung

    Jede Situation ist einzigartig, und das Thema Berufsunfähigkeits- sowie Erwerbsunfähigkeitsversicherung ist vielschichtig. Eine individuelle Beratung kann Sie daher effektiver aufklären und Ihnen helfen, die beste Versicherungslösung für Ihre speziellen Bedürfnisse zu finden. Bei vielen Versicherungsunternehmen haben Sie die Möglichkeit, eine unverbindliche und kostenfreie Beratung in Anspruch zu nehmen. Hierbei können alle Ihre persönlichen Fragen geklärt werden.

    FAQ

    • Welche Versicherung ist teurer? Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist tendenziell teurer, da sie spezifischer auf Ihren zuletzt ausgeübten Beruf zugeschnitten ist und dadurch eine individuellere Risikoabdeckung bietet.
    • Kann ich beide Versicherungen gleichzeitig haben? Ja, es ist möglich, beide Versicherungen gleichzeitig abzuschließen, jedoch sollten Sie die Sinnhaftigkeit und Kosten individuell prüfen lassen.
    • Wie hoch sollte die Absicherungssumme sein? Allgemein wird empfohlen, mindestens 70-80 % des Nettoeinkommens abzusichern. Eine detaillierte Berechnung sollte dennoch individuell vorgenommen werden.
    • Wer sollte sich für eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung entscheiden? Personen, die keine spezifische berufliche Absicherung benötigen und insbesondere bei langfristiger Arbeitsunfähigkeit im breiten Arbeitsmarkt abgesichert sein möchten.

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