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    BU-Antrag richtig stellen, so vermeiden Sie typische Fehler

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    Häufige Fehler bei der BU-Antragstellung

    Das Wichtigste in 30 Sekunden

    Häufige Fehler bei der Antragstellung einer Berufsunfähigkeitsversicherung können zu Verzögerungen oder Ablehnungen führen. Achten Sie darauf, vollständige und korrekte Angaben zu Ihrer Gesundheitsgeschichte sowie zu Ihrer beruflichen Tätigkeit zu machen, da falsche Informationen schwerwiegende Folgen haben können. Überlegen Sie zudem sorgfältig, wie hoch Ihre BU-Rente sein sollte, um im Ernstfall Ihren Lebensstandard zu sichern. Nehmen Sie sich die nötige Zeit, um alle Informationen gewissenhaft zu prüfen.

    Häufige Fehler bei der BU-Antragstellung vermeiden

    Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist eine der wichtigsten Absicherungen, die Sie als Berufstätiger in Deutschland in Betracht ziehen sollten. Dennoch gibt es bei der Antragstellung zahlreiche Fallstricke, die den erfolgreichen Abschluss oder die spätere Leistungserbringung gefährden können. Hier wird erklärt, wie Sie häufige Fehler vermeiden und einen nahtlosen Übergang zum BU-Schutz gewährleisten können.

    1. Unvollständige oder fehlerhafte Angaben

    Eine der größten Herausforderungen bei der Beantragung einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist die vollständige und korrekte Angabe aller relevanten Informationen. Unvollständige oder falsche Angaben führen oft zu Verzögerungen oder sogar zur Ablehnung des Antrags. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und Verbraucherschützer betonen die Wichtigkeit der korrekten Angaben, da falsche Angaben im Antrag zu Problemen führen können.

    Besonders die Angaben zu gesundheitlichen Risiken sind von entscheidender Bedeutung. Jeder Fehler oder jede Auslassung in diesem Bereich kann im Leistungsfall problematisch werden. Um dies zu verhindern, sollten Sie einen Überblick über Ihre Gesundheitsgeschichte haben. Nutzen Sie ärztliche Befunde und nehmen Sie sich ausreichend Zeit, um den Fragebogen sorgfältig auszufüllen. Weitere Details dazu finden Sie in unserem Artikel über die Gesundheitsfragen bei der BU: So geht es richtig.

    2. Fehlende oder ungenaue Berufsangaben

    Versicherer benötigen genaue Angaben zu Ihrer beruflichen Tätigkeit, um das Risiko korrekt einzuschätzen. Ungenaue oder unvollständige Informationen können zu einer falschen Risikoeinstufung führen, die später im Leistungsfall schwerwiegende Folgen haben kann. Stiftung Warentest hebt hervor, dass genaue Berufsangaben notwendig sind, um den Versicherungsschutz passend zu gestalten.

    Es ist wichtig, die spezifischen Tätigkeiten Ihres Berufs klar zu benennen, damit der Versicherer die Risiken optimal kalkulieren kann. Dabei sollten auch weniger bekannte Berufsbezeichnungen korrekt beschrieben werden. Beispielsweise sind die beruflichen Risiken für Content Creator in der digitalen Kreativbranche anders zu bewerten als die für traditionelle Büroberufe.

    3. Unterschätzung der notwendigen BU-Rente

    Ein weiterer häufiger Fehler bei der BU-Antragstellung ist das Unterschätzen der notwendigen Versicherungssumme. Viele Antragsteller entscheiden sich aus Kostengründen für eine geringere Berufsunfähigkeitsrente, die im Ernstfall nicht ausreicht, um den Lebensstandard aufrechtzuerhalten. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) bestätigt, dass viele Versicherte nicht ausreichend hohe Renten absichern.

    Es ist ratsam, die aktuelle Einkommenssituation und die zu erwartenden Lebenshaltungskosten sowie bestehende finanzielle Verpflichtungen zu analysieren. Diese Analyse hilft Ihnen zu ermitteln, wie hoch die Berufsunfähigkeitsrente sein sollte. Richtwerte und detaillierte Erklärungen finden Sie in unserem Artikel Wie hoch sollte die BU-Rente sein?.

    Wann sollten Sie handeln?

    • Sie planen, die Gesundheitsfragen im Antrag rein aus dem Gedächtnis zu beantworten, ohne Ihre Patientenakte anzufordern.
    • Sie haben eine monatliche BU-Rente gewählt, die unter 80 Prozent Ihres aktuellen Nettoeinkommens liegt.
    • Sie geben im Antrag lediglich Ihre allgemeine Berufsbezeichnung an, anstatt Ihren genauen Arbeitsalltag detailliert zu beschreiben.
    • Sie haben bereits eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen, befürchten aber, beim Ausfüllen wichtige Arztbesuche vergessen zu haben.
    • Sie stehen kurz vor der Antragstellung und haben Ihre Krankenakten der letzten fünf bis zehn Jahre noch nicht bei Ihrer Krankenkasse angefordert.

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    4. Unzureichende Berücksichtigung von Vorerkrankungen

    Vorerkrankungen sind ein zentraler Aspekt bei der Prüfung durch die Versicherung. Ungeachtet ihres Schweregrades sollten alle Vorerkrankungen angegeben werden. Hierbei ist die Vollständigkeit entscheidend, denn unvollständige Angaben können zur Leistungsverweigerung im Schadensfall führen.

    Für Personen mit Vorerkrankungen ist es ratsam, schon bei der Antragstellung transparent zu informieren und, wenn nötig, ärztliche Bescheinigungen beizufügen. In einigen Fällen sind besondere Versicherungsmodelle sinnvoll, wie in unserem Leitfaden BU-Versicherung abschließen trotz Vorerkrankungen.

    5. Verspätete Antragstellung

    Viele Menschen schieben die Entscheidung über eine Berufsunfähigkeitsversicherung auf, bis eine Erkrankung oder ein Unfall die Arbeitskraft bedroht. Doch zu diesem Zeitpunkt kann es bereits zu spät sein, eine BU-Versicherung zu den gewünschten Konditionen abzuschließen.

    Der ideale Zeitpunkt für den Abschluss einer BU-Versicherung ist, sobald Sie in den Arbeitsmarkt eintreten. Je jünger und gesünder Sie sind, desto günstiger sind die Prämien. Mehr zu den optimalen Bedingungen für Berufseinsteiger finden Sie in unserem Artikel über Berufseinsteiger und BU-Versicherung.

    Fazit: Lassen Sie sich professionell beraten

    Um Fehler bei der BU-Antragstellung zu vermeiden und optimalen Versicherungsschutz zu erhalten, ist es ratsam, eine persönliche Beratung in Anspruch zu nehmen. Experten können helfen, individuelle Risiken korrekt zu beurteilen und die passende Versicherung für Ihre Bedürfnisse auszuwählen. Beachten Sie, dass das Angebot variieren kann und prüfen Sie die Angebote spezifischer Anbieter direkt, um Ihre Entscheidungsfindung zu unterstützen.

    FAQ: Häufig gestellte Fragen zur BU-Antragstellung

    Kann ich meinen BU-Antrag korrigieren, wenn ich fehlerhafte Angaben gemacht habe?

    Ja, solange Ihr Vertrag noch nicht abschließend bearbeitet wurde, können Sie Angaben korrigieren. Es ist jedoch wichtig, offene Punkte schnellstmöglich zu klären.

    Welche Unterlagen benötige ich für den BU-Antrag?

    Sie sollten aktuelle Gehaltsnachweise, einen genauen Tätigkeitsnachweis und bei Bedarf ärztliche Untersuchungsberichte bereitstellen.

    Was passiert, wenn meine BU-Abdeckung zu gering ist?

    Im Leistungsfall könnte die Rente nicht ausreichen, um Ihren Lebensstandard zu halten. Es ist wichtig, Ihre BU-Rente passend zu wählen. Lesen Sie mehr dazu, wie Sie die richtige BU-Rente ermitteln.

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